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"Die rechte
weis aufs kürtzist lesen zu lernen" *
oder
die drei Säulen des Schriftspracherwerbs in Klasse 1
Die Konzeption unseres Anfangsunterrichts basiert
auf folgenden lerntheoretischen, fachdidktischen und grundschulpädagogischen
Überlegungen:
- Der Schriftspracherwerb
verläuft erfolgreich, wenn das Kind Gelegenheit hat, ihn eigenaktiv
zu gestalten. (Konstruktivistischer Ansatz)
- Die Kinder durchlaufen den schulischen Weg in die Schriftsprache individuell,
indem jedes Kind von seinem Lernentwicklungsstand startet und seine eigenen
Theorien und Strategien nutzt sowie weiterentwickelt. Dabei durchläuft
jedes Kind verschiedene Stufen, die aufeinander aufbauen. (Brügelmann,
Scheerer-Neumann, Spitta, Sommer-Stumpenhorst)
- Um Lernmöglichkeiten auszuschöpfen, müssen "eigenaktives
Lernen und instruierendes Lehren in ihrer Wechselwirkung wirksam werden"(Bartnitzky).
- Da sich Schreiben- und Lesenlernen wechselseitig stützen, erfolgt
(im Unterschied zu Reichen) ein Nebeneinander von Schreib- und Leselernangeboten.
(Menzel, Brügelmann, Brinkmann, Bartnitzky, Sommer-Stumpenhorst)
* Valentin Ickelsamer, 1527
Ickelsamers Lesedidaktik beinhaltete in der Tat "die rechte weis",
forderte er doch das Lautierverfahren an Stelle der seinerzeit üblichen
Buchstabiermethode (die übrigens wieder im ABC-Lied der Sesamstraße
fröhliche Urständ feierte).
Trotz Ickelsamers innovativem Ansatz musste die Buchstabiermethode erst
1872 in Preußen per Erlass verboten werden, bevor der Lautwert an
Stelle des Buchstabennamens gelernt werden durfte (nach Bartnitzky). Gut
Ding braucht Weile?!
Unsere methodischen Maßnahmen haben wir
in drei Säulen zusammengefasst:
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